Heute ist Montag.
Tag 25
Ich hätte mich ja nie für einen Menschen gehalten, der mal in einer Gated Community leben würde. Jetzt hause ich mit einer mittelgroßen Horde europäischer Studenten im Delight Village inkl. Zaun und Torwächter. Okay, das Gate ist eher symbolischer Natur und die Torwächter schlafen fast immer – trotzdem leben wir ein bisschen wie hinter Glas mit unserem Pool, den Gärtnern und der AirCon im Schlafzimmer.
Vor ein paar Tagen fragte ich, ob wir uns nicht mal Besen und Schrubber leihen könnten, um im Haus ein wenig Ordnung zu schaffen. Die junge Frau, die hier nach dem Rechten sieht, antwortete (wie eigentlich immer) „okay, but a bit later“. Als wir am Abend nach Hause kamen, hatte jemand unsere Böden gefegt.
Und heute gab es noch einen Mini-Clash der sozialen Schichten. Eine Gruppe von 8-10 Kindern aus der Gegend marschierte fröhlich schwatzend zu unserem Gated-Community-Pool und machte es sich darin bequem. Der Pool ist nicht groß genug für eine friedliche Co-Nutzung – aber es wollte auch niemand etwas dazu sagen. Alle europäischen Handtuchträger machten kurz vor dem Ziel wieder kehrt und beschlossen, es lieber später noch einmal zu versuchen. Als ich versuchte, die Jungen anzusprechen, verstanden diese lieber kein Wort englisch – eine Lösung, die ich an ihrer Stelle wohl auch gewählt hätte…
Tag 24
Besuch des Wat Chalong – der größten, bedeutendsten und auch touristischsten Tempelanlage Phukets. Der Wat ist zwei Mönchen gewidmet, über die unterschiedliche Heldengeschichten kursieren. Die Friedlichste besagt, dass beide bei einem Aufstand chinesischer Minenarbeiter vermittelten und außerdem für medizinische Kenntnisse bekannt waren.
Im Inneren des Haupttempels empfangen uns einige duzend goldfarbige Buddhastatuen und sehr (seeeeehr) bunte Wandbilder, die vermutlich Szenen aus dem Leben Siddhartha Gautamas darstellen – vielleicht auch von den Mönchen. Ich bin leider nicht in der Lage, sie zu interpretieren, obwohl die Darstellungen gewisse Ähnlichkeiten zu den Bildergeschichten in christlichen Kirchen aufweisen.
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Photos by Annika Kettenburg
Vorhaben: nächsten Tempelbesuch besser vorbereiten.
Plan für den Abend: Poolparty.
Tag 23
An frühen Abend fahren wir nach Phuket Stadt, um über den Indie-Markt zu schlendern, wo man sich mit glücklichen Plateauschuhen und Spray-Tattoos eindecken kann. Die ganz Harten lassen sich mitten im Menschengewirr auch die Beine enthaaren – wir sind dann aber doch eher auf der Suche nach etwas Nahrhaftem…
Tag 22
Tag 21
Tag 20
Heute sehr viel Zeit in Supermärkten verbracht. Naturjoghurt ohne Zucker gefunden (steht zumindest drauf – habe ihn noch nicht geöffnet) und mal wieder allerlei Merkwürdigkeiten bestaunt.
Auch die Thais gehen viel und gern Einkaufen, was vielleicht auch daran liegt, dass man hier so gut wie nichts im Internet bestellt. Der Verbraucherschutz ist wohl so schlecht, dass man im Zweifelsfall auf beschädigter oder anderweitig unbrauchbarer Ware sitzen bleibt.
Auch interessant: Hier wird so gut wie alles Bar bezahlt – wenig Kreditkarten, kein mobile Payment – Thais wollen Papier mit Königsportrait!
Tag 19
Heute war ein eher langweiliger Tag in Phuket (Pool, Uni, Garküche, Pool, bisschen Arbeit, Pool…), aber für Bangkok melden die Nachrichten einen Bombenanschlag…
Tag 18
Tag 17
Freedom Beach. Vielleicht hätten wir die Warnung mit der schwierigen Anfahrt ernster nehmen sollen – ohne die Hilfe eines freundlichen Einheimischen wären wir auf der hügeligen Schotterpiste mit Regenwasserkratern ziemlich aufgeschmissen gewesen. Der Meerblick war aber schon ausgesprochen schick und der Strand für Phuket-Verhältnisse schon nahezu einsam. Hach – und dieses postkartenfarbige Wasser…
Leider lag im hinteren Strandbereich recht viel Müll rum – größtenteils Plastik-Zeugs, dass vermutlich irgendwo ins Meer geschmissen und von der Flut ans Land gespült wurde… Plastik ist überhaupt nen Riesenproblem hier, trotzdem bekommt man 6 Tüten, wenn man 5 Sachen im 7/11 (einer der spätiartigen Minisupermärkte, die hier Wasser- und Keksversorgung sichern) kauft…