Tongoni Ruins

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Etwas nördlich von Tanga liegt ein verschlafenes Fischerdorf namens Tongoni (Suaheli für Verlassen). Folgt man dem Pfad hinter die Grundschule, bekommt man eine Idee davon, dass es eine Zeit gab, in der Tongoni alles andere als verschlafen war.

Moschee aus dem 14./15. Jahrhundert

Im 14. Jahrhundert begannen die Shirazi aus Persien in Tongoni zu siedeln. Sie brachten den ihre Religion und Baukunst mit sich – kleine Teile davon kann man noch heute besichtigen.

Die Häuser sind nicht erhalten geblieben – der Friedhof schon. Von den rechteckigen Gräber sind vor allem die Außenmauern noch erhalten. Frauen und Männer wurden nicht gemeinsam beerdigt, sondern jeder in seinem eigenen Grab.

Die Shirazi siedelten an zahlreichen Orten der ostafrikanischen Küste, die größten Siedlungsgebiete befanden sich auf Inseln wie Zanzibar. Sie betrieben Handel, verbreiteten den Islam in der Region und hatten großen Einfluss auf die Entwicklung der Sprache Suaheli. Die Nachfahren der Shirazi leben noch heute in Tanzania.

Gräber besonders wichtiger Personen erkennt man an den hohen Säulen. In den runden Aussparungen befanden sich früher Porzellanteller, die Licht Richtung Meer reflektierten. Damit konnte man vorbei fahrenden Schiffen seine Position anzeigen.

Die riesigen Boababs bieten den Ruinen die passende Umgebung

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