Tag 25

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Ich hätte mich ja nie für einen Menschen gehalten, der mal in einer Gated Community leben würde. Jetzt hause ich mit einer mittelgroßen Horde europäischer Studenten im Delight Village inkl. Zaun und Torwächter. Okay, das Gate ist eher symbolischer Natur und die Torwächter schlafen fast immer – trotzdem leben wir ein bisschen wie hinter Glas mit unserem Pool, den Gärtnern und der AirCon im Schlafzimmer.

Vor ein paar Tagen fragte ich, ob wir uns nicht mal Besen und Schrubber leihen könnten, um im Haus ein wenig Ordnung zu schaffen. Die junge Frau, die hier nach dem Rechten sieht, antwortete (wie eigentlich immer) „okay, but a bit later“. Als wir am Abend nach Hause kamen, hatte jemand unsere Böden gefegt.

Und heute gab es noch einen Mini-Clash der sozialen Schichten. Eine Gruppe von 8-10 Kindern aus der Gegend marschierte fröhlich schwatzend zu unserem Gated-Community-Pool und machte es sich darin bequem. Der Pool ist nicht groß genug für eine friedliche Co-Nutzung – aber es wollte auch niemand etwas dazu sagen. Alle europäischen Handtuchträger machten kurz vor dem Ziel wieder kehrt und beschlossen, es lieber später noch einmal zu versuchen. Als ich versuchte, die Jungen anzusprechen, verstanden diese lieber kein Wort englisch – eine Lösung, die ich an ihrer Stelle wohl auch gewählt hätte…

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Für die meisten Thais gehören wir Farangs zur Oberschicht, wir selbst betrachten uns (meist) eher nicht so – weshalb wir mit fröhlich planschenden Mini-Eindringlingen auch erst mal ein wenig überfordert sind… ;)

6 Kommentare

  1. So gefährlich sehen die gar nicht aus – wieso seid Ihr nicht einfach mit in den Pool planschen gegangen? ;-)

    • „Gefährlich“ ist auch nicht so ganz genau das, was ich meinte. ;) Aber stell dir mal ein kleines Freizeitbad vor, in dem du alle 1,5 m auf ein tobendes Kind triffst – und dann sag mir, dass du da mittendrin eine entspannte Runde schwimmen würdest…

  2. Oh – dass es entspannt sein sollte, hattest Du nicht geschrieben. Ich dachte, etwas feuchtfröhliche „Interaktion mit der indigenen Bevölkerung“ (mit Sheldon’s Worten) wäre vielleicht auch ganz lustig ;-)

    • „Interaktion mit der indigenen Bevölkerung“ funktioniert nur, wenn die „indigene Bevölkerung“ Lust auf Interaktion hat… ;)

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