Tag 128 bis 135 / Malaysia

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Leb wohl Universität, hallo Malaysia! Am 6. Dezember fuhr ich (diesmal allein unterwegs) mit dem Zug nach Georgetown – meine erste von drei Stationen in dem muslimischen Land. Nach Kuala Lumpur – von Einheimischen wie Reisenden meist nur KL („key-el“) genannt – und Melacca ging es via Bus.

Meine Malaysia Top10

1. Alltag in einem vorrangig muslimischen Land anschauen und feststellen: eigentlich funktioniert hier alles ziemlich ähnlich wie in Deutschland. Es gibt – anders als auf Phuket – überall einen gut funktionierenden und durchschaubaren öffentlichen Personennahverkehr, es gibt Bürgersteige (!), genug Mülleimer (statt Müllberge im nächsten Grünstreifen) und es ist überhaupt kein Problem, sich mit nahezu Allen auf Englisch zu unterhalten. Auch nachts sind Frauen allein unterwegs – mit Kopftuch und ohne – und man bekommt eigentlich überall ein freundliches Lächeln und Hilfe angeboten. Okay, ich gebe zu, Letzteres in Deutschland nicht immer der Fall…

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2. Freunde auf Zeit. Auch wenn ich die Woche über eigentlich allein unterwegs war, habe ich wenig Zeit tatsächlich allein verbracht – in jedem Hostel traf ich auf Reisende, mit denen man Erfahrungen austauschen, etwas essen gehen oder sogar ganze Tage verbrachte. In Berlin braucht man schon einigen Anlauf, bevor man mit einer neuen Bekanntschaft irgendetwas unternimmt, aber auf meiner Malaysia-Reise ging das irgendwie ganz mühelos…

IMG_7824ueg3. Essen. Am besten Indisch. Nan mit CurrytunkeIMG_8380_ueg. Gemüsereis mit Currytunke. Eiscreme. Viiiiiel Eiscreme! (Außer Durian-Eis. Ich hab diesem „Obst“, auf das die Einheimischen hier so stehen, wirklich eine Menge Chancen gegeben und allerlei Variationen probiert – aber es ist einfach baah!)

4. Hindu-Thempel, chinesische Tempel, Moscheen und gelegentlich auch noch eine christliche Kirche in der gleichen Straße sind hier nicht unüblich. Malaysia ist ein multiethnisches Land, das ähnlich den USA fast ausschließlich von Einwanderern bewohnt wird (54% muslimische „Malaiien“, die vor längerer Zeit aus Indonesien eingewandert sind, 23% Chinesen, 11% indigene Völker, 7% Inder). Natürlich gibt es auch hier viele Probleme – zum Beispiel ist es den chinesisch- und indischstämmigen Einwohnern nicht erlaubt, bestimmte politische Positionen zu bekleiden. Die Politik wird hauptsächlich von den Malaiien bestimmt, was natürlich zu Konflikten führt. Trotzdem habe ich diese Normalität der benachbarten religiösen Stätten und die offene Stimmung dort sehr genossen.

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5. Stundenlang durch belebte Straßen schlendern und gelegentlich Architektur, Läden oder Neonreklame fotografieren.

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6. Von anderen Reisenden mit irritiertem Staunen überschüttet werden, wenn man chinesische Friedhöfe und verlassene Häuser auf der Anschauen-Liste hat.

7. Georgetown – weil es so klein und gemütlich und trotzdem sehr multikulturell und spannend ist.

 

8. Das Licht der Petronas Towers bei Nacht. Auch wenn sie einem Ölkonzern gehören – sie sind einfach ziemlich schick für Wolkenkratzer!

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9. Architekturabteilung im Islamic Art Museum in KL

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10. Riesenechsen – vermutlich Warane – in Melacca, die ganz entspannt mitten in der Stadt neben dem Fluss rumlümmeln.

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Was mir nicht so gefallen hat:

> All die riesigen Einkaufscenter mit den internationalen Marken

> Dass die Ureinwohner hier auch in Reservaten leben und man von deren Existenz praktisch nichts mitbekommt.

 

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