34c3

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Er wartet auf drei pangalaktische Donnergurgler – laut Anhalter das beste Getränk, dass es überhaupt gibt. Die Dame in dem schwarzen Petticoat lässt die Flasche in Zeitlupe mit der Seilwinde herunter zu dem Irdischen. Er nimmt die Flasche vorsichtig aus dem kunstvoll verzierten Eimer und transportiert sie zu seinen irdischen Freunden.

Wir sind auf dem 34c3 – dem zum 34. mal stattfindenden Chaos Communication Congress den Chaos Computer Clubs. ‘Wir’ sind ungefähr 15.000 – gleichzeitig Gäste und Gastgeber, Teilnehmer und Mitarbeiter, manche Mitglieder des Clubs und seiner Ausläufer, andere nicht. Über 3.000 der Teilnehmer übernehmen Schichten als Video Angel oder Door Angel. Auch die Organisatoren im Heaven sind alles Ehrenamtliche. Andere bauen an ihren Tischen 3D-Drucker und Lichtharfen auf, deren Funktionsweisen sie jedem erklären, der lange genug stehen bleibt.

Die Rakete ist bei jedem Congress dabei

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National Museum of Kenya

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Eingang zu dem sehr hübsch gestalteten Gelände

Das 1910 von Kolonialisten gegründete Nationalmuseum ist das professionellste Museum, dass ich in Ostafrika besuchte. Wirkung der Objekte im Raum, Beleuchtungskonzept, Texte – hier waren eindeutig Profis am Werk. Auf der anderen Seite gibt es auch Riesenvitrinen mit einer unüberschaubaren Menge an gleichwertigen Objekten und Texten, die natürlich sämtliche Besucher ignorieren. Von den drei Sonderausstellungen gab es bei Zweien deutliche Hinweise auf die Erwerbbarkeit der Werke – was jedem deutschen Museumsmenschen erst einmal das Entsetzen ins Gesicht treibt… Weiterlesen

Afrikanische Kunstwerke in Arusha

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Im Cultural Heritage Center in Arusha gibt es jede Menge Tourikunst und Kunsthandwerk für begüterte Safaritouristen – eingebettet in durchaus aufwendige Deko (vom Sklavenschiff auf dem künstlich angelegten Flüsschen bis zur metallenen Wildschweinherde ist alles dabei). Ganz nett, aber ich war eigentlich schon wieder auf dem Weg raus, als mir die unterste Etage in der soggenanten Galerie aufgefallen ist. Hier war eindeutig ein Sammler und Liebhaber am Werke. Ich verstehe nahezu nichts von afrikanischer Kunst, aber die Ästhetik der Werke ist Welten von der Tourikunst entfernt und viele Objekte sind glücklicherweise mit kurzen Texten versehen.

[Bildunterschriften erscheinen, wenn ihr mit der Maus über die Bilder fahrt.]

Nafasi Art Space – Zeitgenössische Kunst in Dar El Salam

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Die Millionenstadt Dar ist eine echte Herausforderung für Touristen: es gibt so gut wie keine Postkarten da, weil es einfach nix gibt, was man da drauf drucken könnte. Es leben über 6 Millionen Menschen dort – in einer endlose Landschaft aus Hütten und Häusern hinter hohen Zäunen, umsäumt von im Stau stehenden Fahrzeugen in zweifelhaftem Zustand…

Aber mit etwas Glück, Tipps und Ausdauer beim Suchen kann man echte Juwelen finden – und mein Juwel war der Nafasi Art Space. In einem Industriegebiet hinter einem gewohnt hohen Zaun erstreckt sich ein Ort voller Tänzer, Maler, Bildhauer, Designer, Film- und Textilkünstler.

Virtual Reality auf der re:publica 2017

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Ich bin gesprungen. Von der Planke. Glaube, es war New York, auf jeden Fall nen Wolkenkratzer. Meine Hände sind immer noch ein wenig zitterig. In dem Moment, bevor ich meinen Fuß von der eh schon wackeligen Holzplanke in die Luft setzte, haben auch die Knie gezittert. Das “Runterfallen” selbst war eher unspektakulär, aber dieser Moment vorher… !

Das Setting ist einfach: Auf einem Messestand liegt ein Holzbrett, vielleicht 6 cm hoch. Du wirst eingekleidet mit VR-Brille, Kopfhörern und einem Controller, mit dem du den Fahrstuhl in Gang setzt. Wenige Sekunden später öffnet sich die Fahrstuhltür und du stehst in sehr luftiger Höhe vor einem schmalen Brett. Das Wetter ist super, Vögelchen fliegen nah an dir vorbei, ein Helikopter ist vielleicht sogar etwas zu nah. Der erste Schritt ist wackelig und die zwei Meter bis ans Ende des Brettes eine Herausforderung. Du tastest dich langsam vorwärts – besser nicht nach unten schauen… Und dann sagt der (unsichtbare) Mensch, der dir das Headset gab: “Wenn du springen willst, nach links.” Weiterlesen

Science Slam @ 33c3

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Auf dem Chaos Communication Congress habe ich recht spontan einen Science Slam über Surveillance Art gehalten – beginnt bei Minute 23. Allerdings kann ich die anderen beiden Slams auch sehr empfehlen: es geht um Teilchen und Quanten bei den beiden Physikern.

Wenn es noch mehr Kunst sein darf: wie jedes Jahr gab es auch auf dem 33c3 einige Vorträge von Künstlern, die sich mit digitalen Phänomenen sowie netz- und gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen. Ich kann empfehlen:

A New Dark Age
von James Bridle

Retail Surveillance / Retail Countersurveillance
von Adam Harvey

Aber es gibt noch so viel mehr…

Zu Gast bei Exponiert

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@dieUlrike lud mich ein, mit ihr einen Podcast aufzunehmen. Für ihr Format Exponiert – der Museumspodcast aus Berlin besuchten wir die Sammlung Boros in dem trutzigen Hochbunker („Unterkellertes Einfamilienhaus“) neben dem Deutschen Theater. Hört doch mal rein! [web | iTunes]

Bunker von Außen

1941 als Bunker erbaut, Bananenlager zu DDR-Zeiten, nach der Wende „härtester Club der Welt“ (mindestens!) und schließlich Residenz der exklusiven Privatsammlung des Werbeagenturbesitzers Christian Boros

 

Surveillance | Society | Culture

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Surveillance | Society | Culture International conference in Göttingen 2016

Das letzte Wochenende verbrachte ich auf einer geisteswissenschaftlichen Tagung zu den Effekten von Überwachung auf die Gesellschaft, zur Kultur der Überwachung und den Kulturprodukten, die daraufhin entstanden. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge – welche nicht gerade unter einem Mangel an Komplexität litten – drehten sich um Eggers viel gelesenes, aber gern kritisiertes Buch The Circle, um die new sincerity movement oder auch der Observation in Hamlet. Aus der Populärkultur boten das Kino und der Rap interessante Positionen zur Überwachungsproblematik – schaut euch mal Big brother is wwwatching you von den Juice Rap News an, falls euch das nocht nicht begegnet ist.

Besonders beschäftigt hat mich der Einwurf, man müsse die Idee einer (schützenswerten) Privatsphäre von dem engen Fokus auf das Individuum lösen. Privatsphäre sei mehr als das Recht, allein gelassen zu werden, denn der Raum für soziale Interaktion ist ebenso schützenswert. Würde man das konsequent praktisch anwenden, könnte Niemandem mehr vorgeworfen werden, dass er/sie zu viel auf Facebook über sich preisgibt – eine Argumentation, von der auch ich in Vergangenheit schon gebrauch machte…

Mein Vortrag 

Mein Beitrag handelte (noch einmal) von Surveillance Art – ich redete über zwei Werke von Trevor Paglen und Franz Reimer, über die ich schon in meiner Masterarbeit schrieb. Neu war das dritte Kunstwerk: „How Not to be Seen: A Fucking Didactic Educational .MOV File“ – eine 14-minütige Video-Arbeit der Berliner Künstlerin und Professorin Hito Steyerl.

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